Die nach der Zerstörung des World Trade Centers anhaltende Rauchwolke stellt nur ein sehr geringes gesundheitliches Risiko für die Öffentlichkeit dar und wird ständig geringer. Diese Entwarnung kam von Umweltvertretern und Ärzten, nachdem es bisher unklar war, welche Auswirkungen Staub und kleine Partikel hauptsächlich auf die Lungen hätten. Nach einem Bericht in der New York Times entspricht die Belastung einem Smog-Tag. Luftuntersuchungen und Tests der staubüberzogenen Partikel unterstützen die Angaben von staatlichen Gesundheits- um Umweltexperten.
Die Luftproben stammen von dem in Windrichtung liegenden glimmenden Schutt. Sie wurden am Dienstag und Mittwoch vorwiegend in Brooklyn entnommen. Die Werte für Asbest, Blei und toxischen organischen Bestandteilen sind nach Angaben der Environmental Protection Agency (EPA) nicht gefährlich. “Die am Dienstag entnommen Proben zeigten zwar noch eine erhöhte Asbest- und Blei-Belastung, am Mittwoch fielen die Werte jedoch auf ein unbedrohliches Level”, erklärte Bonnie Bellow von der EPA. Die am Donnerstag entnommenen Proben werden erst ausgewertet.
Die Experten raten weiterhin zur Verwendung von Atemmasken, um das Risiko so minimal wie möglich zu halten. Für Rettungspersonal existiert nach Angaben der EPA ein Depot von 10.000 Papierfilter-Masken, 5.000 Spezialmasken, die kleinste Partikel filtern und 2.000 verfügbaren Brillen. Umliegende Krankenhäuser wie das St. Mary´s Hospital in Crown Heights in Brooklyn und das Bellevue Hospital Center bestätigten, dass nur wenige behandelte Personen über Atemprobleme klagten. “Dennoch gibt es keinen Zweifel, dass die ersten vulkanartigen Staub- und Rauchwolken durch den Brand und die kollabierenden Gebäude gefährliche Partikel und Gase enthielten”, betonte Mark D. Siegel, Direktor der Intensivstation des Yale-New Haven Hospitals.
Am wenigsten gefährlich seien seiner Meinung nach große Staub- und Aschenteilchen gewesen. “Lungen, Rachen und Nase werfen große Partikel, wie Asche, die in Teilen Manhattans auf fliehende Menschen zukam, wieder aus”, erklärte Siegel. Gase und sehr kleine Teile dringen allerdings tief in die Lunge vor und bleiben selbst nach starken Hustenanfällen zurück. Das geringste Risiko birgt laut Siegel die Inhalation von Asbestfasern. Mitunter wurden diese Fasern auch nicht freigesetzt, meinte der Mediziner. Und wenn, sei es zu keiner Langzeit-Exposition gekommen.
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