Die Beziehungen zwischen Müttern und erwachsenen Töchtern sind trotz vieler Konflikte und komplizierter Gefühlslagen besser als ihr Ruf. Dies geht aus einer Studie hervor, die Karen Fingerman von der amerikanischen Penn State-Universität durchgeführt hat. Die Studie erscheint diesen Monat als Buch unter dem Titel “Aging Mothers and their Adult Daughters: A Study in Mixed Emotions” (Alternde Mütter und ihre erwachsenen Töchter: Eine Studie über gemischte Gefühle) bei Springer.
Fingerman hat im Rahmen ihrer Studie 48 Mutter-Tochter-Paare zu ihrer Beziehung befragt. Achtzig bis neunzig Prozent der Töchter gaben an, eine gute Beziehung zu ihrer Mutter zu haben – wenngleich sie auch besser sein könnte. Problematisch in vielen Mutter-Tochter-Beziehungen sei, so die Forscherin, dass trotz vieler Veränderungen im Leben der Frauen manche Gefühlslagen gleich blieben. Vor allem beeinflussten Mütter weiterhin das Selbstbild der Töchter. Wenn die Mutter sie kritisiert, fühlen sich Töchter oft schuldig, und wenn die Mütter stolz auf sie sind, empfinden die Töchter Freude. Frauen fänden es oft schwierig, die Balance zwischen dem Wunsch, ihrer Mutter zu gefallen, und dem Aushalten mütterlicher Kritik zu finden, so Fingerman. “Dennoch ist das Mutter-Tochter-Verhältnis besser als andere konfliktreiche Beziehungen”, sagt Fingerman. “Frauen sollten die Stärke dieser Beziehung zu ihrer Mutter erkennen und schätzen.”
Joris Maling





