Rund 100 000 gut erhaltene Trümmerschiffe liegen auf dem Grund der Ostsee – eine Fundgrube für Archäologen. Doch schwedische Wissenschaftler der Universität Göteborg um Christin Appelqvist schlagen jetzt Alarm: Den Wracks, die bis zu 800 Jahre alt sind, droht Gefahr durch einen gefräßigen Einwanderer. In der Ostsee breitet sich die Schiffsbohrmuschel Teredo navalis aus, obwohl sie sich in dem relativ salzarmen Wasser eigentlich nicht wohl fühlen dürfte. Die wurmförmigen Tiere, die bis zu 20 Zentimeter lang werden, bohren sich ins Holz der Wracks und zerstören es. „ Rund 100 Wracks sind bereits befallen”, warnt Appelqvist.
Die Forscherin vermutet, dass vor allem der Klimawandel für die immer größere Verbreitung der Muschel verantwortlich ist. Denn die zunehmende Erwärmung des Wassers ermögliche es Teredo navalis, sich leichter an salzarmes Gewässer anzupassen.





