Die Idee, dass Mikroorganismen auf atmosphärischen Staubwolken “reiten”, ist nicht neu. Allerdings war man bisher davon ausgegangen, dass die verstärkte UV-Strahlung in höheren Schichten die Organismen abtöten. Griffin geht nun davon aus, dass einige Bakterien durch den Schutz der Staubpartikel und Fäkalien in der Wolke die Reise überleben. Griffin und sein Team haben mehrere dieser Staubwolken untersucht und dabei eine Vielzahl an Krankheitserregern entdeckt, die fähig waren Kulturen zu bilden. “Nur lebendige Organismen können Kulturen bilden. Das zeigt uns, dass wir es mit Mikroben zu tun haben, die auch nach ihrer Reise noch infektiös sind”, warnt Griffin im Gespräch mit dem Observer.
Eugene Shinn, ebenfalls von US Geological Survey, unterstützt die Theorie von Griffin. Shinn bringt das Phänomen in Zusammenhang mit der Zerstörung karibischer Korallenriffe durch den Pilz Fungus Aspergillus sydowii. Weiters vermuten die Wissenschaftler Zusammenhänge mit Asthmafällen und Allergien in der Karibik und Nordamerika.





