Kompressionsstrümpfe senken das Thromboserisiko auf Langstreckenflügen um das 12,5fache. Das haben Forscher aus Taiwan bei der Auswertung von insgesamt neun Studien an knapp 2.500 Flugpassagieren gezeigt. Trotz des großen Schutzeffekts der Strümpfe sollten Reisende in jedem Fall vorbeugende Mittel wie möglichst viel Bewegung und regelmäßiges Trinken nicht außer Acht lassen.
Etwa die Hälfte der untersuchten Passagiere trug Strümpfe, die andere Hälfte nicht. Alle Passagiere waren zudem angewiesen worden, während des Flugs regelmäßig aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen oder Übungen zu machen und viel und regelmäßig zu trinken. Von den insgesamt 1.237 Teilnehmern, welche die Strümpfe getragen hatten, bekamen nur 2 eine Thrombose, verglichen mit 46 von 1.245 Probanden aus der Kontrollgruppe, die ohne die speziellen Strümpfe geflogen waren.
Nach Beachtung weiterer Faktoren, die bei der Entwicklung der Blutgerinnsel eine Rolle spielen können, schließen die Forscher, dass mit Kompressionsstrümpfen das Risiko für eine tiefe Venenthrombose um das 12,5fache niedriger liegt. Die Strümpfe sind somit besonders auf Langstreckenflügen ein entscheidender Beitrag zur Sicherheit, erklären die Forscher. Außerdem sind sie einfach anzuwenden und haben keinerlei Nebenwirkungen.
Hsiu-Fang Hsieh und Feng-Ping Lee (Fooyin-Universität in Kaohsiung): Journal of Advanced Nursing, Bd. 51, S. 83
ddp/wissenschaft.de ? Cornelia Dick-Pfaff





