Mit Glassplittern wollen amerikanische Forscher Knochenbrüche reparieren. Eingebettet in einen Kunststoff, könnten Ärzte das gestampfte Glas an beschädigten Stellen einspritzen, wo es zu einer knochenähnlichen Substanz aushärtet, sagt Forschungsleiter Delbert Day von der Universität von Missouri in Rolla.
Glas könnte aber auch in ganz anderen Bereichen der Medizin helfen: Bereits heute werden kleinste Kügelchen gefüllt mit radioaktivem Material in Tumore eingespritzt, um die Gewächse gezielt zu zerstören. Bislang bleiben die Glaskügelchen nach der Therapie allerdings im Körper. Das Team um Day tüftelt nun an Glasmixturen, die vom Körper biologisch abgebaut werden können. Diese sollen ? gefüllt mit Medikamenten oder radioaktiven Proben ? bei einer Vielzahl von Krankheiten helfen: Die Hohlkügelchen könnten in rheumageplagte Gelenke eingespritzt werden oder in Salben chronische Hautkrankheiten bekämpfen, sagen die Forscher.
ddp/bdw – Marcel Falk





