In den Regenwäldern an der Küste Brasiliens könnten bis zu 13 Millionen noch unbekannte Arten von Bakterien leben. Das vermutet ein amerikanisch-brasilianisches Forscherteam um Márcio Rodrigues Lambais von der Universität São Paulo. Die Wissenschaftler hatten von mehreren Baumarten Blattproben genommen und die DNA, die sie auf den Blättern fanden, analysiert. Es stellte sich heraus, dass auf den Oberflächen der Blätter mindestens 95 bis 671 verschiedene Bakterienarten leben, fast 97 Prozent waren neue Arten. Dabei scheint jede Pflanze ihre eigene Bakterienflora zu besitzen. Da im Regenwald an der Atlantikküste rund 20 000 verschiedene Pflanzenarten wachsen, schätzt Lambais die Zahl der noch nicht bekannten Bakterienarten dort auf 2 bis 13 Millionen. Er hält sie für wichtig für die Stabilität des Ökosystems und denkt, dass sie die Grundlage für neue Medikamente bilden könnten.





