Ein besonderes Feld tut sich für die Helfer aus Milchsäure in der Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten auf: Die ersten biologisch abbaubaren Gefäßstützen aus Milchsäure wurden in Japan bei 15 Patienten eingesetzt. Diese so genannten Stents dienen dazu, verengte Arterien aufzudehnen. Die bisher verwendeten Gefäßstützen aus Edelstahl rufen häufig Komplikationen wie Entzündungen und einen Wiederverschluss der Arterie an der gleichen Stelle hervor.
Schließlich arbeiten Wissenschaftler verschiedener deutscher Universitäten auch an körperverträglichen Bioimplantaten, die sich nicht auflösen: Aus Traubenzucker werden mit Hilfe von Bakterien des Typs Acetobacter xylinum Zellulose-Hohlfasern “gestrickt”, die als künstliche Blutgefäße verwendet werden können. Das Material ist im Gegensatz zu Gefäßprothesen aus Kunststoff ebenso glatt wie natürliche Blutgefäße. Dadurch wird das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln ausgeschlossen. Allerdings lässt sich bisher die Bio-Ader nur mit einem Innendurchmesser von einem Millimeter und einer Länge von eineinhalb Zentimetern züchten.





