Die Freilandhaltung von Kühen bewirkt vor allem im Winter eine verstärkte Emission von Methangas. Das besagt eine Studie von Wissenschaftlern um Michael Schloter vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg. Schloter stellte fest, dass sich Rinder auf Winterweiden vor allem in der Nähe des Futtertrogs aufhalten und sich nicht wie im Sommer gleichmäßig über die Weise verteilen. Durch das Gewicht der Tiere wird der Boden so stark verdichtet, dass dort nichts mehr wächst. Methanbildende Mikroorganismen aus den Exkrementen der Tiere, die sich in der Erde ansiedeln, können nicht von Pflanzen abgebaut werden und produzieren so immer weiter Methan – zusätzlich zu dem Gas, dass die Kühe selbst bei der Verdauung ausstoßen. Messungen ergaben, dass die Methan-Emission auf Kuhweiden im Winter fast tausendmal so hoch ist wie auf Wiesen, wo keine Kühe gehalten werden.





