Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren haben ein besonders hohes Risiko, an einer schweren bakteriellen Hirnhautentzündung (Meningitis) zu erkranken. Das berichtet das Journal of the American Medical Association in seiner jüngsten Ausgabe. Die Erkrankung ende in diesem Alter außerdem öfter tödlich als es bisher bekannt war.
Wissenschaftler von der Universität Pittsburg haben Infektionen mit Meningokokken, einem der wichtigsten Erreger der Meningitis, im US-Bundesstaat Maryland über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgewertet. Von 295 Erkrankten war jeder vierte zwischen 15 und 24 Jahre alt, so Lee Harrison, einer der Autoren der Studie. Mehr als jeder fünfte Jugendliche starb an der Erkrankung. Dabei hätten 83 Prozent der Fälle durch eine Impfung vermieden werden können.
Meningitis ist eine Entzündung der Gehirn- und Rückenmarkshäute. Im Unterschied zur Virus-bedingten Meningitis ist die bakterielle Meningitis eine hochinfektiöse Erkrankung, die das Ausmaß einer Epidemie erreichen kann. Außer Meningokokken sind auch Pneumokokken und Haemophilus influenzae wichtige Erreger der bakteriellen Meningitis.
Dr. Thomas Meißner





