Riesige Zähne, die an vielen Fundorten der Welt entdeckt wurden, zeugen von einem gigantischen Hai, der noch bis vor etwa drei Millionen Jahren durch die Meere der Erde streifte. Die dreieckigen Beißer sind teilweise größer als eine menschliche Hand und lassen vermuten, dass Megalodon (Otodus megalodon) mehr als doppelt so groß wie der bis zu sieben Meter lange Weiße Hai (Carcharodon carcharias) gewesen ist. Zahnspuren auf fossilen Knochen von Walen sprechen dafür, dass der wohl größte Hai aller Zeiten vor allem Meeressäuger gefressen hat. Warum er ausstarb, bleibt bisher weitgehend unklar. Es gibt allerdings Vermutungen, dass ihn der zwar kleinere, aber dafür anpassungsfähigere Weiße Hai verdrängt haben könnte.
Wie sah der monströse Hai aus?
Da außer den Zähnen und vereinzelten Wirbeln keine weiteren Fossilien von Megalodon gefunden wurden, bleiben Details des Körperbaus der einstigen Könige der Haifische bisher unklar. Bei Modellierungen der Größe und Anatomie ausgestorbener Tiere orientieren sich Paläontologen am Vergleich gefundener Körperteile mit denen von heute noch existierenden Verwandten. Lange wurde der Weiße Hai als das nächste lebende Pendant zum Megalodon innerhalb der Gruppe der Makrelenhaie (Lamnidae) angesehen und diente somit als Vorbild für den ausgestorbenen Riesen. Eine detaillierte Untersuchung der Zahnmerkmale stellte die besonders enge Verwandtschaft dieser beiden Arten dann allerdings infrage. “Megalodon ist kein direkter Vorfahre des Weißen Hais, sondern vermutlich mit anderen Vertretern der Makrelenhaie ebenso verwandt“, sagt Co-Autorin Catalina Pimiento von der britischen Swansea University.
Aus diesem Grund schlossen die Wissenschaftler weitere Makrelenhai-Arten in ihre Modellierung zum Aussehen des Giganten mit ein, die eine ähnliche Lebensweise besitzen wie vermutlich einst der Megalodon. Neben dem Weißen Hai handelte es sich dabei um den Langflossen-Mako (Isurus paucus), den Kurzflossen-Mako (Isurus oxyrinchus), den Lachshai (Lamna ditropis) und den Heringshai (Lamna nasus). Bei diesen Haiarten erfassten die Forscher die anatomischen Merkmale zu bestimmten Entwicklungsstadien, um aus der Gesamtheit der Informationen ein Modell zu den Körperproportionen ihres ausgestorbenen Vetters zu entwickeln.
Details der Anatomie zeichnen sich ab

Sie erfassten dabei zunächst einen für das Modell grundlegend wichtigen Aspekt: “Bevor wir fortfahren konnten, mussten wir erst klären, ob sich die Proportionen dieser fünf modernen Haie während ihres





