Einen mit einer Kupferverbindung verstärkten Kiefer haben österreichische Forscher bei einem Meereswurm entdeckt. Lebewesen bauen Kupfer nur selten in ihre Gewebestrukturen ein, und bisher ist nicht bekannt, wie der Wurm das Kupfer aus seiner Umgebung gewinnt, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin “Science” (Bd. 298, S. 389).
Die österreichische Nanobiologin Helga Lichtenegger hat sich die vier Kiefer des Wurmes Glycera dibranchiata näher angeschaut. Der räuberische Vielborster lebt der in Ufernähe in flachem Wasser. Mit seinen harten Kiefern beißt er eine Wunde in sein Opfer und injiziert ein tödliches Gift.
Die Forscherin fand, dass die scharfen Kiefer mit dem Kupfermineral “Atacamit” überzogen sind. Das Mineral soll die Kiefer offenbar besonders hart machen.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





