Amerikanischen Forschern ist es gelungen, bei Mäusen einen Übertragungsweg des Aidsvirus beim Geschlechtsverkehr zu verhindern. Mit einer cholesterinsenkenden Substanz namens Beta-Cyclodextrin, kurz Beta-CD, konnten sie die Übertragung der Viren, die sich in weißen Blutkörperchen versteckt in den Organismus schleichen, weitgehend unterbinden. Das berichten die Wissenschaftler von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in der Januarausgabe der Fachzeitschrift Journal of Clinical Investigation.
Diese Art der Ansteckung war bisher nur schlecht erforscht und konnte nicht bekämpft werden. Indem das Virus die weißen Blutkörperchen sozusagen als Trojanisches Pferd benutzt, schleicht es sich nämlich am Immunsystem vorbei. Daher hilft auch kein Impfstoff gegen die Ansteckung auf diesem Weg. Mithilfe einer Impfung kann das Immunsystem nur freie HI-Viren entdecken und angreifen.
Nun ist es den Forschern um Kristen Khanna gelungen, eine Maus zu entwickeln, die nicht mehr anfällig für die Infektion durch freie Viren ist, jedoch von den zell-assoziierten Erregern infiziert werden kann. Das erlaubte es den Medizinern, diesen Infektionsweg eingehend zu untersuchen. In diesem Mausmodell konnten sie Beta-CD schnell als eine hochgradig effektive Substanz ausmachen. Die Gabe von Beta-CD in die Vagina reduzierte drastisch die Übertragung des “Trojanischen Virus”.
Cornelia Pfaff





