Erfolgreiche Anpassungen aller Lebewesen an ihre Umwelt folgen einer bislang unbekannten Rhythmik. Das zeigt ein mathematischen Modell der Evolution, das Philip Gerrish vom Institut für theoretische Biologie der nationalen US-Forschungsanstalt in Los Alamos entwickelt hat.
Biologen untersuchen die Schritte, in denen sich Lebewesen an ihre Umwelt angepasst haben. Doch die generellen Eigenschaften dieser “Schritte” sind noch unerforscht. Oft wird angenommen, dass die Evolution auf reinem Zufall beruht, schreibt Gerrish in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Das Modell des theoretischen Biologen zeigt dagegen, dass zu einem gewissen Grad vorhersagt werden kann, wie viel Zeit vergeht, bevor eine neue Anpassung aus dem Wettbewerb verschiedener Mutationen in einer Population hervorgeht. Fallstudien aus dem Bereich der Molekularbiologie bestätigen sein Modell, so Gerrish.
Adam Bostanci





