Kinder, die Margarine und Fritiertes im Übermaß genießen, verdoppeln wahrscheinlich ihr Risiko, an Asthma zu erkranken. Diesen Zusammenhang ergab eine Studie von Michelle Haby und ihrem Team vom Kinderkrankenhaus in Melbourne.
Verantwortlich für die erhöhte Asthmagefahr ist ein Zuviel an ungesättigten Fettsäuren, insbesondere an Omega-6-Fettsäuren, wie zum Beispiel der Linolsäure. Diese kurbeln im Körper die Bildung von Prostaglandin E2 an. “Das wiederum mehrt Entzündungen und damit erhöht sich vermutlich auch das Asthmarisiko”, erklärt Haby den Befund gegenüber BBC News Online.
Für ihre Studie hatte die Wissenschaftlerin die Eltern von etwa 1.000 drei bis fünf Jahre alten Kindern befragt. Um andere Einflüsse auszuschließen, kamen die Kinder aus allen Regionen Australiens, von der Küste, aus Städten und ländlichen Gegenden. Im Mittelpunkt der Umfrage stand neben medizinischen Aspekten die Ernährung: Hatte das Kind Muttermilch bekommen? Gab es regelmäßig und reichlich Fritiertes? Was kam aufs Brot – Butter oder Margarine?
Etwa eines von fünf befragten Kindern litt unter Asthma. Dabei fiel den Forschern auf, dass die kranken Kinder überdurchschnittlich oft und reichlich ungesättigte Fettsäuren zu sich genommen hatten. Die Wissenschaftler glauben, dass auf diese einseitige Fettauswahl bis zu siebzehn Prozent der Asthmaerkrankungen zurückgehen könnte. Ein endgültiger Beweis steht dennoch aus, so Haby.
Außerdem bestätigen weitere Ergebnisse der Studie frühere Untersuchungen: So zum Beispiel, dass Muttermilch vor Asthma schützt. Und dass Asthma oft mit einer Allergie einhergeht. Auch ein plausibler Zusammenhang: Falls ein Elternteil an Asthma erkrankt ist, folgt daraus für das Kind ein um 93 Prozent erhöhtes Asthmarisiko.
Susanne Donner





