Wenn Mütter während der Schwangerschaft oder Stillzeit fettreiche Fische wie Sardinen oder Makrelen essen, dann können ihre Kinder besser sehen. “Zum ersten Mal konnte gezeigt werden, dass die Ernährung während der Schwangerschaft das Sehvermögen des Kindes beeinflusst,” so Cathy Williams, Augenärztin an der Universität in Bristol.
Williams konnte bei ihren Untersuchungen auf die ” Children of the 90s“-Studie an der Universität Bristol zurückgreifen, welche die Gesundheit und Entwicklung von 14.000 Kinder seit der Geburt verfolgt. Bei 10 Prozent der Kinder wurde unter anderem auch die Sehfähigkeit getestet. Williams: “Kinder, deren Mütter fettreiche Fische während der Schwangerschaft oder Stillzeit aßen, erreichten früher das räumliche Wahrnehmungsvermögen von Erwachsenen.” Noch unveröffentlichte Daten zeigen gar, dass gutes räumliches Sehen auch eine bessere geistige Entwicklung bedeutet.
Schwangere sollten nun nicht gleich zum Supermarkt rennen und die Regale mit den Fischkonserven abräumen. “Die Frauen in unserer Untersuchung aßen Fisch nur alle vierzehn Tage”, bemerkt Williams.
Fettreiche Fische enthalten besonders viel DHS, eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, die zu den essentiellen Fettsäuren gehört und bei der Entwicklung der Gehirnzellmembranen eine zentrale Rolle spielt. DHS kommt auch in der Brustmilch vor, aber nicht in künstlicher Babynahrung.
Marianne Diehl





