Magnetische Eisenoxide häufen sich offenbar früh im Gehirn von Alzheimerkranken an und könnten so zur Früherkennung verwendet werden. Darauf deuten Studien amerikanischer Forscher an sechs menschlichen Gehirnen. Das berichten die Wissenschaftler im Online-Fachmagazin “Biology Letters”.
Das Team um Jon Dobson von der Keele-Universität in Hartshill testete die Konzentration an magnetischem Eisen, auch Magnetit genannt, in den Gehirnen von drei verstorbenen Alzheimerpatienten und drei Personen, die keine Anzeichen einer Demenz gezeigt hatten. Demnach war der Magnetit-Spiegel in den Alzheimergehirnen deutlich höher als in den normal gealterten Gehirnen. Eines der vermeintlich normal gealterten Gehirne aber wies leicht erhöhte Magnetitwerte auf. Bei einer detaillierten Untersuchung fanden die Forscher dann auch erste Anzeichen von Alzheimer.
Über eine Messung des Magnetit-Spiegels mit hirnabbildenden Methoden könnten Ärzte Alzheimer schon früh diagnostizieren, bevor erste Symptome auftreten, schließen die Forscher aus ihren Beobachtungen. Erst möchte das Team aber weitere Daten sammeln. Da alle bislang untersuchten Gehirne von Frauen stammten, würden als nächstes Männerhirne untersucht, sagt Dobson.
ddp/bdw ? Marcel Falk





