Vogelweibchen suchen sich unter den Bewerbern meist denjenigen als Partner aus, der mit den besten Sangeskünsten auftrumpft, weil sie ihn für besonders „fit” halten. Dass Mäuse ähnliche Kriterien haben, beobachteten kürzlich US-Forscher um Bret Pasch von der University of Florida in Gainesville. Die Biologen hatten das Paarungsverhalten der in Mittelamerika lebenden Braunmaus Scotinomys teguina studiert. Dabei stellten sie fest, dass sich die Weibchen desto mehr für einen Mäuserich interessierten, je höher und schneller er zwitscherte und piepste. Untersuchungen ergaben, dass eben bei diesen Mäusemännern der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron besonders hoch war. Männliche Nager, deren Testosteronspiegel künstlich verringert wurde, zwitscherten deutlich langsamer und in einem tieferen Frequenzspektrum. Der Gesang der Mäuseriche signalisiert den Weibchen also offenbar, wie „standhaft” ein möglicher zukünftiger Partner bei der Fortpflanzung ist.





