“Wir haben noch nie so verwahrloste Vögel gesehen”, beschreibt Montgomerie, Biologe an der Queens-Universität in Kingston (Kanada), die Schneehuhnmännchen. Wenn die Vögel jedoch ihr Weibchen verlieren, putzen sie sich sofort für eine erneute Balz heraus.
Männliche Alpenschneehühner wälzen sich im Frühjahr im Dreck, um ihr weißes Gefieder zu tarnen. Das berichten Robert Montgomerie und seine Kollegen im Fachmagazin Behavioral Ecology (Bd. 12, Nr. 4). Normalerweise halten Vögel ihre Federn peinlich genau sauber.
Um Weibchen anzulocken, tauschen die Männchen im Frühjahr ihr weißes Wintergefieder erst spät gegen das braungefleckte Sommerkleid aus. Wenn der Schnee verschwunden ist, werden sie durch die auffällige Farbe allerdings auch zur leichten Beute für Räuber. Die Vögel beschmutzen daher ihr Federkleid, sobald ihnen die Vogeldame ihres Herzens sicher ist.
Cornelia Pfaff





