Erstmals haben US-Forscher einen Zusammenhang zwischen der Belastung durch Umweltgifte und der Geisteskrankheit Schizophrenie entdeckt. Das Team um Ezra Susser von der Columbia University in New York hatte Daten einer Studie aus den sechziger Jahren an 20 000 schwangeren Amerikanerinnen ausgewertet, denen auch Blutproben entnommen worden waren. Im Blut von Frauen, die an vielbefahrenen Straßen wohnten, und so vermehrt den Abgasen des damals üblichen verbleiten Benzins ausgesetzt waren, fanden die Wissenschaftler hohe Bleikonzentrationen. Die Kinder dieser Mütter erkrankten als Erwachsene doppelt so häufig an Schizophrenie wie andere. Susser meint, dass Blei im Gehirn von Ungeborenen die Entwicklungsphase stört, in der sich die Nervenzellen miteinander verknüpfen. Sollte sich das bestätigen, wäre es ein wichtiger Schritt, die Entstehung der Schizophrenie zu erklären.





