So konnte das Forscherteam eine einzigartige Stoffwechselfähigkeit bei so genannten hämatopoetischen Stammzellen feststellen. Diese Unterart repliziert sich außergewöhnlich schnell und ist für die Bildung von Blut- und Abwehrzellen verantwortlich. Das ist möglich, da diese Zellen ihren Stoffwechsel durch Ausprägung eines bestimmten Genes umstellen können. Dann nutzen sie die Glykolyse zur Energiegewinnung, die nur eine Vorstufe des eigentlichen, effizienteren Zuckerabbaus (Oxidative Phosphorylierung) ist.
Die hämatopetischen Stammzellen sind sie das wichtigste Material für Knochenmark-Transplantationen. Ihre Nützlichkeit dabei besteht in der Fähigkeit zur Selbsterneuerung. Nach der Transplantation verwandeln sie sich schließlich in Blut- und Abwehrzellen des Immunsystems.
?Unsere Erkenntnisse zeigen wichtige Charakteristiken von Knochenmarkstammzellen auf, die sie befähigen in einer sauerstoffarmen Umgebung, wie nach einem Herzinfarkt zu überleben? sagt Sadek. Bereits heute würde diese spezielle Stammzellenart in hunderten von Studien zur Herzregeneration verwendet.
Das Verständnis von Stammzellen, ihrer Funktion und ihrer Fähigkeit sich selbst zu erneuern, könnte zu neuen Wegen führen, sie in großer Zahl außerhalb des Körpers wachsen zu lassen. Beispielsweise könnte eine gespendete Knochenmarkzelle im Labor gezüchtet werden und würde so für verschiedene Transplantationstherapien zur Verfügung stehen.





