Linkshänder haben ein doppelt so hohes Risiko für entzündliche Darmerkrankungen wie Rechtshänder. Das berichten Danielle Morris und ihre Kollegen von der Medizinischen Hochschule London in der Fachzeitschrift “Gut” (Bd. 2, S. 199).
Von 17.000 untersuchten Menschen litten 71 nachweislich an chronischen Darmentzündungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Unter den Erkrankten waren doppelt so viele Linkshänder wie unter den Gesunden.
Warum Linkshänder ein erhöhtes Risiko für diese Darmerkrankungen haben, wissen die Forscher nicht. Auch andere Krankheiten wie Asthma, Migräne, Autismus oder Diabetes treten bei Linkshändern überdurchschnittlich häufig auf. Möglicherweise spielen Umweltfaktoren eine Rolle, so die Autoren. Frühere Studien hätten ergeben, dass zu bestimmten Jahreszeiten mehr linkshändige Mädchen geboren werden als im übrigen Jahr.
Eine andere Theorie ist, dass der Testosteron-Spiegel im Mutterleib eine Rolle spielt. Das Hormon könnte sowohl das Immunsystem beeinflussen, als auch Auswirkungen darauf haben, ob ein Kind sich später zum Links- oder zum Rechtshänder entwickelt.
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