Zwei Tage sind wir bereits in der Arktis. Gestern haben wir Longyearbyen verlassen, so ziemlich den letzten Außenposten der zivilisierten Welt.
Kaum an Bord, verließen wir den Issefjord und steuerten den Sund zwischen Prins Karls Vorland und der Hauptinsel an. Die Quest rollt ein wenig, die Dünung kommt aus Süden und wir fahren gen Westen. Das Licht ist magisch; die Sonne hängt bereits tief über dem Horizont. Das Spiel der Wolken, die Komposition aus Landschaft und Wetter gibt dieser Overtüre den passenden Schlussakkord.

Wir sind unterwegs, um Eisbären zu sehen und um dem Klimawandel über die Schulter zu sehen. Denn nirgendwo sonst sind die Folgen der Erderwärmung so greifbar wie hier oben. Wie sind die Gletscher zurückgegangen? Wie reagieren Flora und Fauna? Obendrein wollen wir dabei das Packeis untersuchen und dazu begleitet uns der Leiter der Forschungsgruppe Meereis des Max-Planck-Institus für Meteorologie, Dr. Dirk Notz. „Mit der Erwärmung verschwindet nicht einfach ein Stück Eis. Wir verlieren ganze Landschaften. Und damit Lebensräume, beeindruckende, einzigartige Stimmungen von Licht und Strukturen”, sagt Dirk Notz.






