Beinahe jeder Fünfte, der an Migräne leidet, hat vor einem Anfall visuelle Halluzinationen, eine so genannte Aura. Wie diese eingebildeten Lichtblitze und leuchtenden Formen mit den Kopfschmerzen zusammenhängen, beschreiben amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift “Nature Medicine” (Bd. 8, S. 136).
Schon lange ist bekannt, dass die Aura von einer Signalunterdrückung ausgelöst wird, die sich wellenartig im Cortex ausbreitet. Die Mediziner um Michael Moskowitz vom Allgemeinen Krankenhaus Masachusetts konnten nun an Ratten zeigen, dass diese Cortexwellen bestimmte Gesichtsnerven aktivieren und so eine schmerzende Entzündung der Hirnhaut, die direkte Ursache von Migräne, auslösen. Aus dieser Aufklärung der Mechanismen könnten Pharmaforscher mehrere Ansätze für Migränemedikamente entwickeln.
Marcel Falk





