Sprache ist etwas, was uns von anderen Lebewesen unterscheidet. Jetzt haben Wissenschaftler des Medical College in Georgia eine strukturelle Grundlage für diese Verschiedenheit gefunden. Der Unterschied liegt in der Verdrahtung der Gehirnzellen, die bei der Sprache involvierte sind. Die Ergebnisse widersprechen der bisherigen Auffassung, dass Kommunikationsunterschied bei Mensch und Affe von der Größe des Gehirns abhängt.
Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf eine Region der Schläfenlappen, die beim Sprechen involviert ist. Das Planum temporale der linken Seite ist meist deutlich größer als das Rechte, weil auf dieser Seite bei den meisten Menschen die Sprachfunktion lokalisiert wurde. Die Forsche fanden außerdem im linken Planum temporale eine andere Verschaltung der Nervenzellen als rechts. Bei Schimpansen und anderen Affen fanden die Forscher keine derartige Asymmetrie. Diese Unterschiede könnten die Fähigkeit des Menschen erklären, Kommunikationsfeinheiten, wie zum Beispiel das Verstehen von Begriffen, zu formulieren und Antworten auszudrücken.
Nicole Waschke





