Menschen, die an Autismus leiden, haben eine andere Hirnstruktur als Gesunde. Dies konnten US-Forscher nun erstmals mit Hilfe bildgebender Computertechnik nachweisen. In den Stirn- und Schläfenlappen der neun untersuchten Autismus-Patienten entdeckte das Team vom Medical College of Georgia deutlich kleinere, aber dafür zahlreichere Minisäulen. Diese gelten als die elementaren Funktionseinheiten der Gehirntätigkeit. Sie vereinen Hirnzellen und ihre Verknüpfungen und ermöglichen es, Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und darauf zu reagieren.
Das Team glaubt, dass ihre Ergebnisse eine gängige Theorie über die Krankheit bestätigen: Demnach leiden die Patienten unter einer chronischen Übererregung der Hirnzellen. Dies würde auch abnormes Verhalten mancher Autisten erklären, etwa das stundenlange Wiegen des verkrampften Körpers, oder das Schlagen mit dem Kopf auf den Boden.
Dörte Saße





