Höhere Gehälter für Ameisen zahlen sich aus
Die Forscher um Elizabeth Pringle von der Stanford University haben nun gezeigt, dass dieses System sich den Anforderungen anpasst. Sie konnten belegen, dass der Baum in Trockenzeiten mehr Zucker in seinem Pflanzensaft entwickelt. Demzufolge geben auch die Schildläuse mehr Nektar ab, der dann den Ameisen als zusätzliche Nahrung zur Verfügung steht. So können sie ihre Population vergrößern und werden auch aggressiver auf der Streife durch das Blattwerk, zeigten die Beobachtungen der Biologen. „Sowohl der Baum als auch die Ameisen investieren in harten Zeiten also mehr in die Partnerschaft”, resümiert Pringle.
Den Forschern zufolge zahlt sich das Investment des Baumes in erhöhten Schutz deutlich aus. In Trockenzeiten ist Blattverlust nämlich deutlich riskanter als in wasserreichen Perioden. Bei Wassermangel kann der Baum kaum neue Blätter bilden, da diese Ressource dafür besonders wichtig ist. In feuchten Zeiten kann ein abgefressenes Blatt hingegen vergleichsweise einfach ersetzt werden. Der Baum bezahlt seiner Schutztruppe also gleichsam mehr Gehalt, wenn ihre Dienste besonders gefragt sind. Die Währung in diesem System ist energiereicher Zucker. Würden sich Cordia-Bäume keine Ameisenpolizei leisten, wären sie Raupen, Käfern und Co schutzlos ausgeliefert und könnten schnell blattlos enden.





