Ein vielversprechender Ansatz für die künftige Herstellung von Bio-Transplantaten ist Wissenschaftlern in den USA geglückt. Das Team um Doris A. Taylor von der University of Minnesota in Minneapolis und Harald C. Ott von der Harvard Medical School in Boston hat ein biologisches Kunstherz gezüchtet.
Die Forscher hatten zunächst die Muskelzellen aus acht Herzen von Ratten mit einer speziellen Lösung ausgewaschen. Übrig blieb dabei lediglich das Gerüst aus den Herzkammern, -klappen und Blutgefäßen. Danach isolierten die Mediziner und Biologen Herzzellen neugeborener Ratten und züchteten sie im Labor. Diese Zellen wurden in den entkernten Herzen angesiedelt. Schließlich kamen die Organe in einen Bioreaktor – einen Behälter, in dem Zellen oder Gewebe unter optimalen Bedingungen in einem Nährmedium kultiviert werden. Bereits nach vier Tagen hatten sich Organe ausgebildet, die den Herzen ausgewachsener Ratten glichen und auch zu schlagen begannen. Eines der Herzen konnte im Bioreaktor acht Wochen am Leben erhalten werden. „Das Besondere an unserem Verfahren ist”, erklärt Ott, „dass wir ein natürliches Gerüst für die Ansiedlung der Zellen benutzen”.
Der Wissenschaftler warnt jedoch vor übertriebenen Erwartungen. Denn bis zur Herstellung menschlicher biologischer Kunstherzen werde allein schon wegen der Größe dieser Organe noch sehr viel Zeit vergehen.





