Aus dem Erreger der Kuh-Tuberkulose lässt sich möglicherweise ein Impfstoff gegen Asthma entwickeln. Wissenschaftler der Universität Würzburg konnten mit dem Bakterium erfolgreich Mäuse vor Atemschwäche schützen, berichtet das Wissenschaftsmagazin “New Scientist” (Ausgabe vom 2. März).
Die Forscher brachten dazu den Erreger direkt in die Lungen der Tiere ein. Allerdings könnte dies auch zu einer Lungenentzündung führen, weshalb die Forscher nun nach Bestandteilen des Tuberkulose-Erregers suchen, die ohne Entzündungen gegen Asthma schützen.
Kuh-Tuberkulose wird beim Menschen auch als Impfstoff gegen TB eingesetzt. Der Erreger ist ein Verwandter der überall vorkommenden Bodenbakterien, von denen ebenfalls vermutet wird, dass sie Asthma vorbeugen.
In den westlichen Ländern leidet etwa jedes siebte Kind unter Atemschwäche. Offenbar wird die Krankheit durch eine hygienische Umwelt begünstigt, in der das Immunsystem der Kinder nicht mehr durch den Kontakt mit Bakterien in seiner natürlichen Balance gehalten wird.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





