Krebspatienten mit guten Heilungschancen beurteilen ihre Lebensqualität nach der Diagnose als genauso hoch wie davor. Das berichten australische Forscher im Fachmagazin Psycho-Oncology).
Das Forscherteam um Robyn Leake vom King Edward Memorial Hospital hat 202 Patientinnen mit Gebärmutter- oder Eileiterkrebs zu ihrer Lebensqualität vor und nach der Diagnose befragt. Alle Frauen konnten davon ausgehen, dass der Krebs wahrscheinlich nicht von neuem wachsen würde. Gleichzeitg beurteilten die behandelnden Ärzte die Lebensqualität ihrer Patientinnen auf einer Skala von eins bis sieben.
Das Ergebnis: Die Ärzte lagen mit ihren eher negativen Einschätzungen um bis zu fünf Punkte daneben. Die meisten Frauen empfanden ihre Lebensqualität als unverändert gut oder beurteilten sie sogar besser als vor der Krebsdiagnose.
Ein solches Resultat hatten die Forscher nicht erwartet. Schließlich hat nicht nur die Krebstherapie selbst unangenehme Nebenwirkungen. Wenn die betroffenen Frauen wieder in ihren Alltag zurückkehren, müssen sie stets mit der Unsicherheit über den weiteren Krankheitsverlauf leben. Behandlungsfolgen und seelische Belastung können ihr Sexualleben beeinträchtigen, und die Frau muss sich möglicherweise damit abfinden, keine Kinder mehr bekommen zu können.
Andrea Hoferichter





