Eine neue Klasse von Molekülen ermöglicht eine schonende Therapie bei Tumoren. Die Moleküle greifen nur erkranktes Zellmaterial an und können die Ausbreitung von Metastasen verhindern. Das berichten Wissenschaftler um Karen Brewer von der Virginia Tech University in Blacksburg auf dem Treffen American Chemical Society in New Orleans.
Die Moleküle können sich an die DNA der erkrankten Zelle heften. Mit Licht reagiert dieser Molekülkomplex toxisch und zerstört somit die erkrankte DNA. Wie Versuche an Testkulturen unter dem Mikroskop belegen, können diese Moleküle dadurch erkrankte Zellen an der Ausbreitung hindern.
Das Molekül kann genau an die Stelle gebracht werden, wo es gebraucht wird. Es wird durch Lichtimpulse aktiviert, das Gewebe durchdringen kann. Bisher waren solche Methoden auf Sauerstoff angewiesen, der sich allerdings in den Krebszellen sehr schnell verbrauchte, und es so möglich war, dass nicht der gesamte Tumor zerstört wurde. Bei dem neuen Verfahren wird dagegen kein Sauerstoff benötigt.
Für die Krebsbekämpfung könne die Methode ganz neue Möglichkeiten eröffnen, hoffen die Forscher. Gesunde Zellen könnten geschont und gleichzeitig die Bildung von Metastasen verhindert werden.
Felicitas Eckrich





