In Deutschland, den USA und anderen westlichen Ländern sind Krankenschwestern mit ihrer Arbeit meist unzufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Befragung von Pflegepersonal in Krankenhäusern. Grund ist meist der Mangel an Arbeitskräften in der Pflege. Eine Besserung zeichne sich indes nicht ab, berichten die Forscher in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift Health Affairs.
Die Krankenschwestern können keine Arbeit mehr leisten, die professionellen Standards entspricht, sagt Linda Aiken, Professorin für Krankenpflege und Soziologie an der Universität von Pennsylvania und Leiterin der Studie. Zwei von drei Krankenschwestern meinen, dass es in ihrem Krankenhaus zu wenig Personal gebe.
Viele Krankenschwestern sind frustriert und ausgebrannt, so die Forscher. Jede Fünfte will den Job bald wechseln, von den unter 30-Jährigen ist es sogar jede Dritte. Das Pflegepersonal wird daher immer älter. “Wenn sich die Arbeitsbedingungen der Krankenschwestern nicht verbessern, wird sich die Situation in den Krankenhäusern noch verschärfen”, glaubt Aiken.
Die Situation der Krankenschwestern ist dabei in unterschiedlichen Ländern vergleichbar, stellten die Forscher fest. Ob in den USA, in Kanada, Schottland, England oder Deutschland: Krankenschwestern leiden unter den gleichen Belastungen und fürchten aufgrund dessen um das Wohl der Patienten. Für die Studie befragten die Forscher über 13.400 Krankenschwestern, darunter 2.681 in Deutschland.
Marianne Diehl





