Bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS), die nicht auf die übliche Behandlung mit Interferon beta-1b ansprechen, sollte diese Therapie mit dem Immunsuppressivum Mitoxantron kombiniert werden. Das empfehlen US-Forscher vom Wake Forest University Baptist Medical Center (WFUBMC).
Jeder zweite oder dritte MS-Patient reagiere nicht optimal auf die Interferon-Therapie. Das hat der Neurologe Douglas Jeffery vom WFUMBC beim Jahreskongress der American Academy of Neurology in Philadelphia, Pennsylvania erklärt. Daher kombinierte Jeffery in einer sechsmonatigen Pilotstudie mit zehn Patienten das Interferon mit Mitoxantron, einem Medikament, das unter anderem auch in der Krebstherapie eingesetzt wird. Rückfälle und Krankheitsschübe wurden dadurch um bis zu 50 Prozent reduziert.
MS ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Die Krankheit verläuft meist in Schüben und geht unter anderem mit Lähmungen, Blasen-Mastdarm-Störungen und psychischen Symptomen einher.
Dr. Thomas Meißner





