Auswirkungen auf den Verkehr
CO2 ist Gift für die Atmosphäre. Deswegen ist es so wichtig, es einzusparen und möglichst wenig davon freizusetzen. Andersherum ist es möglich, durch Aufforstungsmaßnahmen CO2 zu binden, das sich bereits in der Atmosphäre befindet. Neben der Industrie ist der Verkehr einer der Hauptproduzenten von CO2. Aus diesem Grund geht es im Klimapaket darum, Maßnahmen zu ergreifen, um den Ausstoß von CO2 unattraktiv zu machen.
Die GroKo versucht dies mit einer Bepreisung von CO2. Zunächst wird ein Wert von 10 € pro Tonne festgelegt. Dieser soll mit der Zeit steigen, ist aber zu Beginn noch so niedrig. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind von dieser Maßnahme enttäuscht. Sie haben vorgerechnet, dass 50 € bis 100 € pro Tonne CO2 nötig wären, um wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen. Das hätte jedoch massive Auswirkungen auf die Benzinpreise und somit auf Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind.
Auswirkungen auf das Wohnen
Des Weiteren wirkt sich das Klimapaket auf das Wohnen aus. Das gilt vor allem für Menschen, die ein Eigenheim besitzen und eine Heizung betreiben müssen. Ab 2026 werden zum Beispiel alte Ölheizungen verboten. Das bedeutet, dass sich vor allem Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer nach einer neuen Art des Heizens umsehen müssen. Aber auch für Mieterinnen und Mieter in Altbauten wird es zu Veränderungen kommen. Deswegen muss heute schon entschieden werden, wie in der Zukunft geheizt werden soll.
Viele entscheiden sich aktuell dafür, den Weg des Contractings zu gehen. Ein Anbieter, der einen solchen Service zur Verfügung stellt, ist Thermondo. Beim Contracting wird eine Heizung zur Miete genutzt, anstatt sie zu kaufen. Der Vorteil einer solchen Strategie besteht darin, dass keine Investitionen in den Kauf einer Heizung getätigt werden müssen. Zudem kümmern sich Spezialistinnen und Spezialisten um die Wartung der Heizung und sorgen dafür, dass diese möglichst umweltverträglich arbeitet. Somit können Interessierte einen Zeitraum von 2-10 Jahren überbrücken und sich überlegen, welche umweltfreundlichen Alternativen zur Ölheizung in Zukunft genutzt werden sollen. Von der Bundesregierung ist im Klimapaket hierfür eine Förderung von Sanierungsmaßnahmen vorgesehen.
Auswirkungen auf das Reisen
Wie von vielen bereits vermutet, wird das Klimapaket auch Auswirkungen auf das Reisen haben. So fordert zum Beispiel das Verkehrsministerium im Klimapaket, dass mehrere tausend neue Ladestationen für Elektroautos gebaut werden. Was zunächst nach einer guten Sache klingt, erweist sich bei näherem Hinschauen jedoch als Aktionismus. Die von der Bundesregierung angestrebte Zahl von einer Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erreicht werden.





