Lange rätselten Forscher über die Bedeutung spezieller konischer Zellen auf der Oberfläche von Blüten. Ein Erklärungsversuche für die zehn Mikrometer großen Zellen war, dass sie die Farbe intensivieren würden. Britische Wissenschaftler der University of Cambridge um Beverley Glover haben jetzt herausgefunden: Die Zellen bieten Bestäubern wie Hummeln oder Bienen guten Halt.
Glover und ihr Team hatten Hummeln auf zweierlei Blüten Nektar angeboten: auf Löwenmäulchen-Blüten und auf Blüten aus Kunstharz, die eine glatte Oberflächenstruktur besaßen. Die Insekten bevorzugten die echten Blüten – besonders dann, wenn sich die Blütenblätter in Schräglage befanden. Videoaufnahmen zeigen den Grund dafür: Auf der strukturierten Oberflache finden die Hummeln besser Halt. Die Forscher vergleichen das mit dem Klebeeffekt eines Klettverschlusses. Durch den guten Halt sei es den Tieren möglich, die Pflanzen zuverlässig zu bestäuben und bei der Nahrungsaufnahme Energie zu sparen.





