Frauen sind anfälliger für die schädigenden Auswirkungen des Rauchens als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des norwegischen National Institute of Public Health, die jetzt im Journal of Epidemiology and Community Health veröffentlicht wurde.
Im Rahmen einer groß angelegten Gesundheitsstudie in Nord-Trøndelag wurden über 65.000 Personen im Alter ab 20 Jahren über den Gesundheitszustand ihrer Atmungsorgane befragt. Unter allen Rauchern mit vergleichbarem täglichen Zigarettenkonsum und ähnlicher Vorgeschichte, berichteten erheblich mehr Frauen über Probleme mit der Atmung wie Husten, Atembeschwerden und Atemgeräusche. Analog zum Zigarettenkonsum stieg die Rate der Asthmaerkrankungen: 10 Prozent der Frauen, die 20 oder mehr Zigaretten täglich rauchten, berichteten von Asthma-Symptomen. Bei Männern lies sich ein derartiger Trend nicht feststellen.
Nach Aussage der Autoren der Studie, ziehen Frauen nicht stärker an Zigaretten als Männer, ihre kleineren Atemwege sind den Schadstoffen beim Rauchen aber entsprechend stärker ausgesetzt. Generell berichteten Frauen und Männer die rauchten, doppelt so häufig über Atembeschwerden wie Nichtraucher. Je länger geraucht wurde, umso eher traten die Symptome auf.
Almut Bruschke-Reimer





