Bei kleinen Krebsgeschwüren in der Lunge kann die Gefahr von Metastasen durchaus auch größer sein als bei größerenTumoren. Das haben Forscher des Krebszentrums der Duke University in Durham in einer Studie mit 620 krebskranken Männern und Frauen gezeigt. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im Fachmagazin “Cancer” (Ausgabe vom 15. Dezember).
Zeigen sich in der Computertomographie kleine Karzinome, heiße das noch lange nicht, dass sich der Krebs erst in einem Anfangsstadium befinde, warnen Edward F. Patz und seine Kollegen. “Unsere Studie fand keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Größe der Tumore und dem Fortschritt des Krebses.”
Für ihre Studie hatten die Mediziner Geschwüre einer Größe von bis zu drei Zentimetern untersucht. Bei 80 bis 85 Prozent der Patienten befand sich der Krebs im ersten Stadium. Unabhängig von der Größe der Geschwulste hatte die Krankheit bei jedem zehnten hingegen das vierte Stadium erreicht, in dem sich der Krebs bereits im Körper ausgebreitet hat.
Die Ergebnisse legten nahe, bei Vorsorgetests möglichst hoch auflösende Verfahren zu verwenden, schreiben die Forscher. Auch wenn nur kleine Tumoren entdeckt werden, könnten erst weitere Untersuchungen Klarheit über das wirkliche Stadium der Krankheit geben.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





