Der Agraringenieur Robert Arlinghaus hat in seiner Diplomarbeit einfache Lösungen entwickelt, um den Fischreichtum in Deutschlands Wasserstrassen zu erhöhen. Mit kleinen Buchten und Kiesbetten an den Kanalrändern sollen Lebensräume vor allem für Jungfische geschaffen werden.
Die über 7.700 Kilometer langen künstlichen Kanäle und regulierten Flüsse in Deutschland bieten Fischen harte Lebensbedingungen, sagt der Forscher vom Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin. Insbesondere Jungfischen würden in den schnell fließenden Gewässern ohne Flachwasserbereiche, Schilfgürtel und Kiesbetten schützende Bereiche fehlen. Die Wellen der Frachtschiffe können die Jungtiere so einfach mit sich fortziehen. Arlinghaus beobachtete aber, dass in Ausbuchtungen, in denen Schiffe wenden, besonders viele Jungfische leben.
Solche Buchten, in denen das Wasser langsamer fließt, sollten deshalb zusätzlich in die Kanäle eingebaut werden, rät Arlinghaus. Auch Seitenkanäle zu naheliegenden Baggerseen und Kiesbetten könnten die natürliche Fortpflanzung der Fische erleichtern. Bislang müssen einige Fischarten wie Hechte, Schleien oder Karpfen immer wieder in die Gewässer eingesetzt werden. Nur Fische mit geringen Laichplätzen könnten sich in den Kanälen halten, sagt Arlinghaus.
ddp/bdw – Marcel Falk





