Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist ein robuster immergrüner Strauch, dessen Äste sehr dicht und nah am Boden wachsen. Er wird daher hierzulande gerne in Gärten angepflanzt, vor allem als Hecke. Doch der Kirschlorbeer ist keine heimische Art, sondern wurde vor über 300 Jahren aus Südosteuropa und Westasien eingeführt. Inzwischen hat er sich von den Gärten aus über verbreitete Samen auch in einigen Wäldern in Mitteleuropa etabliert. Dort konkurriert der Kirschlorbeer nun mit der heimischen Pflanzenwelt, vor allem mit Unterholzarten wie Kräutern und Büschen. Zudem verändert die Pflanze die Bodenchemie, was wiederum für Bodenorganismen ungünstig ist. In der Schweiz gilt der Kirschlorbeer daher bereits als invasiv und darf ab September 2024 nicht mehr gehandelt werden. In Belgien steht der Strauch ebenfalls unter Beobachtung.





