Eine ungewöhnliche Methode, mit der manche Vögel ihre Nester desinfizieren, könnte für die Tiere zum Bumerang werden. Das geben Forscher der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko in Mexiko-Stadt zu bedenken. Das Team um Monserrat Suarez-Rodriguez hatte auf dem Gelände der Universität rund 50 Nester von Spatzen (Passer domesticus) und Hausgimpeln (Carpodacus mexicanus) untersucht. In fast allen Nestern hatten die Tiere die Zellulose von Filterkippen verbaut. Und je mehr es davon gab, desto geringer war der Befall durch Parasiten wie Milben oder Federlinge. Die Wissenschaftler machen das Nikotin in den Stummeln für den Schutz verantwortlich. Unklar ist noch, ob die giftige Substanz nicht auch die Vögel selbst schädigt.





