Kinobesucher sitzen lieber im rechten Teil des Saals als im linken. Insbesondere Rechtshänder gehen auf die vom Besucher aus gesehen rechte Seite, wie das britische Fachblatt “New Scientist” (Nr. 2278, S. 25) in seiner nächsten Ausgabe berichtet.
George Karev von der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften in Sofia bat 870 Zuschauer in fünf Kinos, einen Sitzplatz zu wählen. 88 Prozent der Rechtshänder und immerhin 58 Prozent der Linkshänder entschieden sich für die rechte Seite. Von den beidhändig begabten Menschen waren es 67 Prozent.
Nach der Theorie Karevs sehen auf der rechten Saalseite sitzende Menschen den Film verstärkt im linken Blickfeld. Auf Grund der Nervenleitungen im Gehirn werde damit sichergestellt, dass die Informationen in die rechte Gehirnhälfte gelangen, wo bestimmte
Emotionen verarbeitet werden.
Der Bericht macht keine Aussagen darüber, ob es bei Rechtshändern eine Rolle spielt, dass der rechte, meist kräftigere Arm dann nach außen zeigt. Die Originalstudie ist in der Fachzeitschrift “Cortex” (Bd. 36, S. 747) veröffentlicht.
dpa





