Bei einer bestimmten häufig vorkommenden Genvariante haben Kinder ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko, an der Aufmerksamkeitsstörung “Attention Deficit Hyperactivity Disorder”, kurz ADHD, zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen israelische Forscher um Ronen Segman von der Hadassah-Hebrew Universität in Jerusalem. Sie stellen ihre Studie in dem Fachjournal “Molecular Psychiatry” (Bd. 7, S. 72) vor.
Das Gen codiert das Protein Interleukin-1. Dieses wichtige Protein vermittelt Reaktionen des Immunsystems, indem es etwa Fieber auslöst. Die israelischen Wissenschaftler fanden nun bei der Untersuchung von 86 Familien mit Kindern, die an ADHD leiden, heraus, dass eine signifikante Verbindung zwischen einer bestimmten Genvariante für Interleukin-1 und ADHD besteht.
Zwischen vier und zehn Prozent der Kinder im Schulalter leiden unter ADHD. Die Kinder sind unaufmerksam, unkonzentriert, hyperaktiv und impulsiv. Die eigentlichen Ursachen für ADHD sind nicht bekannt.
Nicole Waschke





