Text: Oliver Abraham
Vor den Westhängen der Rhön, unweit von Fulda. Das Unwetter der vergangenen Nacht hat den Fluss Haune anschwellen lassen. Dunkel die Fluten, über die Aue streicht der Wind, mannshoch das Gras. „Pass auf, dass Du nicht in die Biberbauten einbrichst!“ Harald Auth und Reiner Mengel sind Angler und auf dem Weg zu ihren Reusen am Fluss. Sie sind zudem ehrenamtliche Gewässerwarte und Mitarbeiter eines ökologischen Projektes: Der heimische, seltene und bedrohte Flusskrebs wird wieder angesiedelt. Den gibt es in der Rhön noch – den heimischen, den ursprünglichen; ihn gilt es zu schützen und zu unterstützen. Vor allem aber gibt es inzwischen eine invasive Art, den Signalkrebs; davon reichlich, der muss weg. Deshalb haben die beiden Männer aus Margrethenhaun gestern Abend die Reusen ausgelegt. Um abzufangen, was abzufangen ist.





