Raucher, die jung und gesund sind, fehlen wesentlich häufiger am Arbeitsplatz als gleichaltrige Kollegen, die Nichtraucher sind. Das zeigte eine Studie des US-amerikanischen Office for Prevention and Health Services Assessment, in deren Rahmen 88.000 US-amerikanische Armeeangehörige mit einem durchschnittlichen Alter von 28,5 Jahren rund zwei Jahre lang beobachtet wurden.
Das Risiko, am Arbeitsplatz zu fehlen, erhöhte sich durch regelmäßigen Tabakkonsum bei männlichen jungen Erwachsenen auf 60 Prozent, bei den weiblichen auf 15 Prozent, so die Autoren der Studie. Die jugendlichen Raucher in der untersuchten Gruppe mußten aufgrund von Erkrankungen häufiger stationär in Kliniken behandelt werden als Nichtraucher. Bei den männlichen Rauchern lag das Risiko eines Krankenhausaufenthalts um ein Drittel höher, bei den Frauen betrug es 25 Prozent mehr. Auch bei Männern und Frauen, die bereits mit dem Rauchen aufgehört hatten, lag die Quote der Klinikaufenthalte immer noch höher als bei Nichtrauchern. Über 14 Prozent der Fehltage am Arbeitsplatz bei Rauchern und 3 Prozent der Fehltage bei Raucherinnen ließen sich direkt auf Gesundheitsprobleme durch das Rauchen zurückführen. Auch das Risiko, aufgrund von Verletzungen krank geschrieben zu werden, lag bei Männern, die Zigaretten konsumierten, um 7 Prozent höher.
“Es ist bemerkenswert, in welchem Ausmaß ein einziger Risikofaktor für eine so hohe Zahl von Klinikaufenthalten und Fehltagen verantwortlich ist, insbesondere, wenn der relativ knappe Zeitraum der Untersuchung in Betracht gezogen wird”, ziehen die Verfasser der Studie Bilanz.
Almut Bruschke-Reimer





