Bei heranwachsenden Mäusen nahm der Gehalt dieses Eiweißes nach der Verabreichung der Drogen stärker zu als bei jüngeren und älteren Mäusen. Dies deute darauf hin, dass sich das Gehirn jugendlicher Mäuse stärker auf Drogen reagiert, erklärt Ehrlich. Diese Gehirnprozesse könnten mit dafür verantwortlich sein, dass besonders Jugendliche leicht drogenabhängig werden.
Das Gehirn Jugendlicher reagiert empfindlicher auf Drogen als das von Erwachsenen oder Neugeborenen. Das legen Versuche nahe, die amerikanische Forscher mit Mäusen durchgeführt haben. Ihre Ergebnisse beschreiben sie im Fachmagazin “Journal of Neuroscience” (Ausgabe vom 1. November).
Michelle Ehrlich von der Jefferson Universität und ihre Kollegen untersuchten gerade von der Mutter entwöhnte, heranwachsende und ausgewachsene Mäuse. Den Tieren jeder Altersgruppe verabreichten die Forscher entweder Kokain, Aufputschmittel oder Kochsalzlösung, die keine Wirkung auf den Organismus hat. Anschließend bestimmten sie die Menge eines Eiweißes, das nach Drogenkonsum im Gehirn vermehrt gebildet wird. Es kann mit anderen Molekülen reagieren und dadurch lang anhaltende Veränderungen im Gehirn erzeugen. Ehrlich vermutete, dass dieses Protein Einfluss darauf nimmt, wie das Hirn auf abhängig machende Drogen reagiert.
ddp/bdw – Heidi Scharvogel





