Feierabend heißt nicht unbedingt Feierabend. Oft bedeutet er: Einkaufen, die Kinder vom Training oder Musikunterricht abholen, und Kino- und Restaurantbesuche sollen ja auch nicht zu kurz kommen. Wer schafft es bei einem solch vollgepackten Terminplan schon, das wöchentliche Sport-Minimum von 150 Minuten auf fünf Einheiten zu verteilen? So wie es von Sportmedizinern und Kardiologen empfohlen wird, um Herz und Kreislauf gesund zu halten. Doch es gibt Licht am Tunnelende der Gestressten. Laut einer US-Studie profitieren nämlich die „Weekend-Warriors“, die sich die 150 Minuten geballt am Wochenende geben, mindestens genauso von ihrem Sport.
Das Forscherteam des Massachusetts General Hospitals in Boston hat knapp 90.000 Männer und Frauen im Alter von durchschnittlich 62 Jahren mit tragbaren Bewegungssensoren ausgestattet, um zweieinhalb Jahre lang den Umfang und die Verteilung ihrer Sportaktivitäten zu messen. Danach wurden sie in drei Gruppen eingeteilt: jene, die über 150 Minuten wöchentlich aktiv werden und zwar überwiegend am Wochenende; jene, die diesen Minutensoll verteilt über die Woche erfüllen; und die Kontrollgruppe der Couch-Potatoes, die weder geballt noch verteilt auf 2,5 Stunden Sport kommen.





