Dem japanischen Forscher Nakamichi Yamasaki ist es gelungen, bei einer Temperatur von 300 Grad Celsius die Kohlenwasserstoffe Propan und Butan aus Kohlendioxid und Salzsäure herzustellen. Das erklärte Yamasaki in der vergangenen Woche auf einer Konferenz in New Brunwick im US-Bundesstaat New Jersey, wie der NewScientist berichtet. Der Japaner glaubt, dass er sein Verfahren so weit verbessern kann, dass es sich auch zur Herstellung von Benzin eignet.
Propan besteht aus einer Kette von drei Kohlenstoffatomen, an die insgesamt acht Wasserstoffatome gebunden sind. Butan hat vier Kohlenstoffatome und Benzin besteht aus Kohlenwasserstoffen, die zwischen fünf und zwölf Kohlenstoffatome haben. Yamasaki hofft, dass er die Wirkung des Katalysators so weit optimieren kann, dass sich auch die längeren Benzin-Kohlenwasserstoffketten bilden.
Als Wasserstoffquelle benutzt Yamasaki Salzsäure. Bei einer Temperatur von 300 Grad Celsius und dem hundertfachen Atmosphärendruck leitet er Kohlendioxid in die Säure. Als Katalysator benutzt er Eisenpulver. Auf diese Weise konnte er Methan, Ethan, Propan und Butan herstellen, also Kohlenwasserstoffe mit ein bis vier Kohlenstoffatomen.
Bisher war die Herstellung dieser Kohlenwasserstoffe nur bei sehr viel höheren Temperaturen gelungen. 300 Grad Celsius sind dagegen niedrig genug, sagt Yamasaki, dass Kraftwerke für sein Verfahren die ohnehin anfallende Abwärme nutzen könnten.
Die Abgase, die bei der Verbrennung von Benzin entstehen, bestehen zu etwa zehn Prozent aus Kohlendioxid. In Deutschland ist der Verkehr für etwa 20 Prozent der Kohlendioxidemissionen verantwortlich.
Axel Tillemans





