Indische Wissenschaftler wehren sich gegen eine Studie der UN-Umweltorganisation Unep, der zufolge eine Wolke aus Ascheteilchen, Schwefel und Staub das Klima des Subkontinentes verändert.
Der Vorsitzende des indischen Centre for Atmospheric and Oceanic Science in Bangalore, J. Srinivasan sagte, dass die Wolke nur von Januar bis März auftrete und während des nachfolgenden Monsuns verschwinde. Außerdem sei es falsch, von einer “braunen Wolke” zu sprechen. Das erwecke den Eindruck, Asien liege unter einer permanenten, dicken Smogschicht.
Der Anfang August veröffentlichten Unep-Studie zufolge – bdw berichtete – verändert der Dunstschleier das Klima von Indien und den umliegenden Ländern. Da die Dreckteilchen weniger Sonnenlicht durchlassen, verdunstet weniger Wasser über dem Indischen Ozean. Dadurch soll sich der Monsun in Nordwest-Indien, Pakistan und Afghanistan um 20 bis 40 Prozent vermindern.
Srinivasans Kollege Sulochana Gadgil bemängelt die Qualität des von der Unep benutzten Klimamodells, insbesondere in der Region, wo verminderter Niederschlag vorhergesagt wird. Die beiden Wissenschaftler betonen, dass auch Europa und Nordamerika zur Luftverschmutzung beitragen und Schwefel-Aerosole und Rußteilchen freisetzen. “Die Entwicklungsländer werden für die Verschmutzung des Planeten verantwortlich gemacht”, klagt Srinivasan.
Ute Kehse





