Text: Marlena Wegner
Es ist Hochsommer im Jahr 2011; Vögel zwitschern, die Sonne fällt durch das Blätterdach. Volker Dohm steht im Aachener Wald, plötzlich steigt ihm ein leicht süßlicher Geruch in die Nase. Für Dohm ist er unangenehm, die Bienen jedoch scheinen ihn zu lieben. Der Duft stammt von meterhohen, rosa blühenden Pflanzen, die sich überall ausgebreitet haben. Auf den ersten Blick wirken sie dekorativ, fast idyllisch. Doch für Dohm sind sie das „Gegenteil von biologischer Vielfalt“, es handelt sich nämlich um das invasive Drüsige Springkraut, das aus dem Himalaya stammt und hierzulande heimische Arten verdrängt. Gemeinsam mit seinem Sohn startet Dohm damals eine erste, private Rupf-Aktion. Was als spontane Reaktion beginnt, wird zu einem langfristigen Engagement: Heute leitet Volker Dohm die Springkrautbekämpfung beim Naturschutzbund Deutschland (NABU).





