Text: Kurt de Swaaf
Dem Nachwuchs machen sie durchaus Freude. Wer mit Kindern irgendwo am Rheinstrand spazieren geht, stößt meist schon bald auf diese daumenkuppengroßen, beige-gelb grünlichen Muschelschalen. Klar, dass einige (oder ziemlich viele) davon umgehend in die Hosen- und Jackentaschen der Kleinen gestopft werden. „Die glänzen so schön!“ Fachleute sind jedoch weniger begeistert. Schließlich gelten die auf den zoologischen Namen Corbicula fluminea getauften Weichtiere als unerwünschte Einwanderer. 1984 tauchten die ersten Körbchenmuscheln, wie sie auf Deutsch heißen, in der Unterweser auf; nur drei Jahre später folgten weitere Meldungen aus dem Rhein. Dort fühlten sich die ursprünglich asiatischen Mollusken offenbar sofort wohl. Ihre Populationen wuchsen rasch an und bildeten schon bald wahre Massenbestände. Seitdem sind sie ein wesentlicher Baustein des Ökosystems.





